Saturday, 3. january 2009 6 03 /01 /Jan. /2009 17:28
Welt Online, 31.12.2008

Zahl der Arbeitslosen steigt deutlich im Dezember

Zahl der Arbeitslosen steigt deutlich im Dezember (Foto: imago)

Foto: imago

Die Wirtschaftskrise wirft nach Einschätzung von Experten erste Schatten auf den bislang robusten deutschen Arbeitsmarkt. Bereits im Dezember sei die Zahl der Erwerbslosen deutlich stärker als im Schnitt der vergangenen drei Jahre gestiegen, betonten Bankenvolkswirte in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Zeit des Job-Booms sei vorbei.

Die Experten rechnen zum Jahresende mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 70000 bis 110000 auf 3,06 bis 3,1 Millionen. In den vergangenen Jahren hatte der saisonbedingte Anstieg im Dezember lediglich bei knapp 38000 gelegen. Die offiziellen Zahlen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch kommender Woche bekanntgeben.

Rein zahlenmäßig stehe der Arbeitsmarkt trotzdem immer noch gut da. Diese liege aber auch daran, dass die Arbeitslosenstatistik derzeit nicht mehr die tatsächliche Lage auf dem Arbeitsmarkt abbilde, gab etwa Alexander Koch von der HypoVereinsbank zu bedenken. So federten derzeit noch viele Unternehmen ihre Auftragsflaute mit Sonderurlaub, dem Abbau von Leiharbeitern und Kurzarbeit ab, sagte der Experte.

Sollte sich allerdings nach den Weihnachtsferien keine grundsätzliche wirtschaftliche Besserung abzeichnen, drohe in vielen Branchen der Abbau von Arbeitsplätzen, schätzte auch DZ-Bank-Volkswirt Philipp Jäger. „Derzeit habe wir noch einen Stillstand auf dem Arbeitsmarkt mit einer unveränderten saisonbereinigten Arbeitslosigkeit, im Januar der Abbau von Stellen beginnt.“Wie stark die Arbeitslosigkeit wächst, wird nach Ansicht von Stephan Bielmeier von der Deutschen Bank auch davon abhängen, wie sich die von der Krise geschüttelte Zeitarbeitsbranche verhält. „Die Frage ist, wie lange Zeitarbeitsfirmen ihre Beschäftigten noch halten können“, meinte er. Im zu Ende gegangenen Jahr hatte die Zeitarbeitsbranche 700.000 Männer und Frauen unter Vertrag – so viele wie nie zuvor.

Gedämpft werden könnte der Anstieg der Erwerbslosenzahlen allerdings durch die zunehmende Überalterung der Gesellschaft. Dadurch, dass mehr Männer und Frauen als früher in Rente gehen, rechnet die Bundesagentur im Jahr 2009 mit rund 130000 weniger Menschen, die auf den Arbeitsmarkt drängten. Dies drücke auch die Arbeitslosenzahl.

Im November war die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland um 8000 auf 2,988.000 gesunken. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,1 Punkte auf 7,1 Prozent ab. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 8,1 Prozent gelegen. Binnen Jahresfrist war die Arbeitslosenzahl um 390.000 oder 12 Prozent gesunken. Saisonbereinigt ging die Zahl in Deutschland im November um 10.000 auf 3,15 Millionen zurück. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 4000 und im Osten um 6000 ab.

von andru
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Tuesday, 9. december 2008 2 09 /12 /Dez. /2008 21:33

Liebe Leser,

ein Thema ist mir noch besonders wichtig.

Der Schutz unserer Kinder !!

Unsere Kinder sind das wichtigste Gut, dass sich eine Gesellschaft vorstellen kann.
Nicht nur, dass  Sie der Fortbestand unserer Gesellschaft sind, nein, sie tragen alle Werte weiter, die wir geschaffen haben.

Das kennen alle Eltern:
Sie machen sich Sorgen, wenn sich ihre Kinder nicht wie verabredet melden. Oder würden zu gerne wissen, ob Ihr Sprössling wirklich zum Sport gegangen ist oder doch klammheimlich in die Disco. Mit dem neuen Skymatik System wissen Sie ab sofort immer wo Ihr Nachwuchs ist.

In Zusammenarbeit mit der Kinderhilfe Deutschland, dem Kindernotdienst, sowie den Sicherheitsbehörden, haben wir ein Programm entwickelt, dass es uns ermöglicht solche Geschehnisse wie sie in den letzten Wochen in Leipzig geschehen sind zu unterbinden.

Wir reden nicht nur, sondern wir handeln, was Sie im Themenbereich sowie unter Fotoalben nachlesen können. Unsere letzte Aktion der Spendenlauf “ run & help “ brachte fast 50.000 EURO an Spendengelder ein, die dem Kinderhilfswerk sowie der Peter Maffay Stiftung zur Verfügung gestellt wurden.

Je GRÖßER dieses Netzwerk wird, je mehr können wir erreichen. Ladet alle EURE Bekannten und Freunde in die Gruppe  Kinderschutz 24 ein.

Kinderschutz 24 ist jetzt auch online, Sie erreichen die Website unter    www.kinderschutz24.com


von andru
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Monday, 8. december 2008 1 08 /12 /Dez. /2008 18:32

UN-Klimaschutzkonferenz geht mit wenig Schwung in zweite Woche

Posen (AP) Die UN-Klimaschutzkonferenz in Posen ist am Montag mit wenig Schwung in die zweite Woche gegangen. Aus Delegiertenkreisen verlautete, seit Beginn der Beratungen habe es nur wenige Fortschritte gegeben. Die Verhandlungen, etwa wie Entwicklungsländer im Kampf gegen die globale Klimaerwärmung unterstützt werden können, kämen nur langsam voran. Diesen Artikel weiter lesen

Delegationen aus 190 Staaten erörtern auf der zweiwöchigen Konferenz in Posen (Poznan) Konzepte zur Verhinderung einer Klimakatastrophe. In der zweiten Woche gehören eine Begrenzung der Schadstoffemissionen in den Industrieländern und der Schutz der Regenwälder zu den Schwerpunkten der Beratungen.

Der Exekutivdirektor des Weltklimarats (UNFCCC), Yvo de Boer, räumte am Montag ein, es gebe einige problematische Themen. In einem Ausschuss gerieten die Gespräche über ein geplantes Abkommen zum Schutz von Tropenwäldern wegen Formalitäten ins Stocken. Wissenschaftlern zufolge macht die Abholzung von Wäldern rund 20 Prozent der vom Menschen verursachten Treibbausgas-Emissionen aus. Stephanie Tunmore von der Umweltschutzorganisation Greenpeace nannte die Beratungen frustrierend.

De Boer zufolge berieten die Delegierten außerdem über die Aufnahme eines Versicherungssystems in ein Klimaschutzabkommen. Länder, die Maßnahmen zur Reduzierung des Risikos von Klimakatastrophen unternehmen, sollen demnach mit geringeren Prämien belohnt werden. Andrew Torrance von ClimateWise, einer Vereinigung von Versicherungsunternehmen, erklärte im Jahr 2005 seien insgesamt 83 Milliarden Dollar (64 Milliarden Euro) an Versicherungsansprüchen für Naturkatastrophen ausgezahlt worden. Künftig werde es häufiger solche Katastrophen geben, und sie würden dramatischer ausfallen, sagte Torrance am Rande der Konferenz in Posen.

Dramatische Zahlen zum weltweiten Energiebedarf

Der Chef der Internationalen Energie-Agentur (IEA), Nobuo Tanaka, rief die internationale Gemeinschaft zur Entwicklung erneuerbarer Energien auf. Die bekannten Energiequellen müssten außerdem effizienter gemacht werden, sagte Tanaka und zitierte eine IEA-Studie, wonach der weltweite Energiebedarf zwischen den Jahren 2006 und 2030 um 45 Prozent ansteigen wird. Sollten weiterhin die derzeitigen klimaschädlichen Energiequellen zum Einsatz kommen, werde die weltweite Temperatur um sechs Grad Celsius ansteigen. Nach Angaben der Vereinten Nationen könnten bei einem Temperaturanstieg von zwei Grad Celsius bis zum Jahr 2050 zwei Milliarden Menschen unter Wassermangel zu leiden haben und 20 bis 30 Prozent aller Arten ausgerottet werden.

von andru - veröffentlicht in: Energie
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Monday, 8. december 2008 1 08 /12 /Dez. /2008 08:48
 

Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EE-WärmeG)


Der Neubau mit optimierter Dämmung hat ein Heizungssystem aus Solarwärmeanlage, Erdwärmetauscher und Wärmerückgewinnungsanlage. © Rangen-Architekten

Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz ergänzt seit Anfang 2009 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das im Strombereich zu hohen Wachstumsraten geführt hat. Mit dem EE-WärmeG sollen nun die Voraussetzungen für einen schnelleren Aufschwung Erneuerbarer Energieträger im Wärmemarkt geschaffen werden.
 
Im Rahmen des Integrierten Energie- und Klimaprogramms der Bundesregierung soll der Anteil Erneuerbarer Energien am Wärmebedarf in Deutschland deutlich erhöht werden. Das EE-WärmeG gibt mit 14 Prozent bis 2020 eine Zielmarke vor. 

Das Gesetz sieht vor, Eigentümer neuer Gebäude dazu zu verpflichten, den Energiebedarf ihres Gebäudes anteilig mit Erneuerbaren Energien zu decken. Dazu können z.B. Geothermie, Solarwärme, oder Biomasse genutzt werden. Ersatzweise können auch ähnlich Klima schonende Maßnahmen umgesetzt werden, wie etwa eine verstärkte Wärmedämmung oder Wärmeerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung oder Abwärme.

Um den Gebäudeeigentümern bei der Nutzung Erneuerbarer Energien auch finanziell entgegen zu kommen, sieht das Wärmegesetz eine Förderung im Rahmen des Marktanreizprogramms vor. Belohnt wird jeder, der freiwillig oder stärker als ohnehin notwendig Erneuerbare Energien nutzt. Für das Markanreizprogramm zur Förderung von Erneuerbaren Energien im Wärmemarkt stehen im Jahr 2008 bis zu 350 Millionen Euro, ab 2009 bis zu 500 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittelaufstockung erfolgt aus Erlösen durch die Versteigerung von Emissionszertifikaten. Der Kesseltausch-Bonus bei gleichzeitiger Erstinstallation von Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung wurde vom Gesetzgeber bis Ende 2009 verlängert und gleichzeitig auf Solarkollektoren zur alleinigen Warmwasserbereitung ausgeweitet.

Diese beiden Säulen werden von einer Regelung flankiert, die es Kommunen erlaubt, einen Anschluss an Wärmenetze vorzuschreiben, sofern dies dem Klimaschutz dient.

Nutzungspflicht und Ausnahmen

Das Wärmegesetz gilt für alle Eigentümer von neuen Gebäuden (Fertigstellung nach dem 31.12.2008) - unabhängig davon, ob das Gebäude oder darin befindliche Wohnungen vermietet werden oder nicht. Die Verpflichtung trifft allerdings nicht den Mieter. Die Kosten der Nutzungspflicht sind von den Gebäudeeigentümern zu tragen. Eigentümer von Gebäuden, die bereits bestehen (Bestandsbauten), werden von der Pflicht nicht erfasst.

Zur Erfüllung der Nutzungspflicht kann z.B. ein Teil der Wärme aus Solarenergie gedeckt werden. Das Gesetz schreibt vor, dass der Sonnenkollektor mind. 0,04 m2 Fläche pro m2 beheizter Nutzfläche groß sein muss. Hat das Haus also eine Wohnfläche von 100 m2, muss der Kollektor mindestens 4 m2 groß sein. Auch Wärmepumpen, feste Biomasse, Erdwärme oder Umweltwärme können genutzt werden. Wer diese Variante wählt, muss seinen Wärmebedarf zu einem überwiegenden Anteil, also zu mehr als 50 Prozent, aus Erneuerbaren Energien decken. Das Gesetz stellt bestimmte ökologische und technische Anforderungen, z.B. bestimmte Jahresarbeitszahlen beim Einsatz von Wärmepumpen.

Da niemand finanziell überbelastet werden soll, gibt es Ausnahmen:

  • wenn die Nutzung Erneuerbarer Energien technisch unmöglich ist,

  • wenn es für den Gebäudeeigentümer finanziell unzumutbar ist, auf regenerative Energiequellen zurückzugreifen,

  • bei Gebäuden, bei denen der Einsatz Erneuerbarer Energien nicht sinnvoll ist (z.B. Zelte, Treibhäuser, Häuser mit einer Nutzfläche von weniger als 50 m2, bestimmte Betriebsgebäude, Gotteshäuser oder unterirdische Bauten)

kann der Gebäudeeigentümer von seiner Pflicht befreit werden.

Ersatzmaßnahmen

Anstelle Erneuerbarer Energien können andere Maßnahmen ergriffen werden, die ähnlich Klima schonend sind:

  • die Nutzung von Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen

  • verbesserte Dämmung des Gebäudes über das gesetzlich vorgeschriebene Niveau hinaus (15 Prozent)

  • Anschluss an ein Netz der Nah- oder Fernwärmeversorgung, sofern das Netz teilweise mit Erneuerbaren Energien oder überwiegend auf Basis von Kraft-Wärme-Kopplung betrieben wird

Kosten und finanzielle Förderung

Durch Erneuerbare Energien werden Brennstoffkosten eingespart, die die hohen Investitionskosten im Laufe der Zeit mehr als ausgleichen.
Die tatsächlich entstehenden Kosten hängen stark von der gewählten Alternative und vom individuellen Energieverbrauch ab.

Der Staat hilft finanziell, u.a. mit dem Marktanreizprogramm. Dieses wird fortgeführt, und seine Fördersumme auf insgesamt bis zu 500 Mio. Euro pro Jahr erhöht. Es richtet sich an Gebäudeeigentümer, die ihre Gebäude energetisch im Sinne des Klimaschutzes sanieren.

Bei der Förderung wird unterschieden zwischen Gebäudeeigentümern, die verpflichtet sind Erneuerbare Energien zu nutzen (Neubau), und solche, die ohne verpflichtet zu sein, regenerative Wärme einsetzen wollen (Altbau).

Verpflichtete können nur gefördert werden, wenn sie über die Nutzungspflicht hinausgehende Maßnahmen ergreifen oder innovative Technologien einsetzen. Wer gefördert werden will, muss also mehr tun als das, was das Wärmegesetz oder andere gesetzliche Verpflichtungen vorschreiben.

Gefördert werden kann jede Maßnahme, die der Heizung, Warmwasserbereitung oder der Erzeugung von Kühl- und Prozesswärme dient. Dies gilt insbesondere für den Gebäudeeigentümer, der eine solarthermische Anlage, eine Biomasseanlage, Anlagen zur Nutzung von Geothermie oder Umweltwärme, Nahwärmenetze, Speicher oder Übergabestationen für Wärmenutzer errichtet oder erweitert.


von andru
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